Pochen Biennale 2022

Die (neue) Vermessung der Welt

POCHEN Biennale 29.09. - 09.10.22

Was, wenn wir keine Fragen mehr haben? Das Vermittlungsprogramm

Fragen sind Grundlage für das Sammeln von Informationen und für das Anhäufen von Wissen. Sie sind Ausdruck von Neugier und Selbstreflektion. Sie bestim- men unser Leben und unsere soziale Interaktion. Was wäre die Welt ohne Fragen? Sie schaffen die Möglichkeit des Dialoges und sie offenbaren wissendes Nicht- Wissen. „Wieso, weshalb, warum. Wer nicht fragt bleibt dumm“. Algorithmen fragen nicht, sie finden Antworten, auf Fragen, die Menschen stellen. Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen? Was ist der Mensch? Das sind die Grundfragen der Philosophie und das, was uns von Maschinen unterscheidet, oder?

Die POCHEN Biennale mit ihren Ausstellungen und dem umfassenden, partizipativen Vermittlungsprogramm soll Raum sein und Raum geben, um Fragen zu stellen. Wir möchten ermutigen – auch uns selbst – das Credo des wissenden Nicht-Wissen nach vorne zu stellen und uns gemeinsam mit euch auf Entdeckungstour zu begeben. Was heißt Vermessung? Was ist daran neu? Und wie könnte eine neue Weltkarteaussehen? Wir möchten, dass jede:r, der/die die Ausstellungen oder Veranstaltungen besucht und mitgestaltet, sich ermutigt fühlt, Fragen zu stellen, zu hinterfragen. Und zugleich persönliche Aspekte und neue Informationen in den Exponaten, Texten und Veranstaltungen zu finden. Daten sind Informationen, sie können Antworten geben – aber auf welche Fragen eigentlich? Ihr als Besucher:innen gestatet die Ausstellung mit, hinterlasst Botschaften für neu Ankommende und findet Orientierung in den Fragen anderer. Helft uns die Kunstwerke, das Begleitprogramm, die Thematik und die Biennale selbst mit anderen Augen zu sehen.

Was sind Daten eigentlich? Wie beeinflussen sie unser Zusammenleben? Können wir das alles erfassen? Wollen wir das wissen? Wie sähe eine Welt ohne Daten aus? Geht das (noch)? Fallen wir ohne Daten einfach tot um? Warum sind Daten so wichtig? Warum kennen wir uns trotzdem so wenig damit aus? Kommen wir aus der Scheiße noch heraus? Ist es überhaupt scheiße? Kann man endlos Fragen stellen? Was hast du dich noch nie gefragt? Geht es, ein Vermittlungsprogramm ganz und gar auf Fragen basierend zu erarbeiten? Wollen wir es nicht mal ausprobieren? Bist du dabei?