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	smac – Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz - 01

Mehr als nur Ton, Steine, Scherben: Willkommen im smac, dem Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz. Im ehemaligen Kaufhaus Schocken findet man heute nicht nur die aufregendsten Steine seit es Leben in Sachsen gibt, sondern auch ein Foyer, gegen das jeder Apple-Store aussieht wie ein Discounter für Elektrogeräte. Manchmal wird dort auch gefeiert — zum Beispiel die Eröffnung der ersten Chemnitzer multimedialen Biennale, genau: POCHEN.

	smac – Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz - 02
	Hartmannfabrik - 01

Wird oft mit der Hartmannhalle verwechselt, schließlich liegt sie direkt gegenüber und hat denselben Namensgeber. Nur der Halleninhalt ist ein bisschen anders: In der einen Halle werden Playoff-Träume der Niners produziert, in der anderen wurden früher Richard Hartmanns berühmte Lokomotiven fabriziert. Die Hartmannfabrik ist heute noch ein Stück Chemnitzer Industriegeschichte, morgen vielleicht schon euer neuer Co-Working-Space.

	Hartmannfabrik - 02
	Hartmannfabrik - 03
	Fassade, Hauptbahnhof Chemnitz - 01

Viel verspottet und oft verkannt: Der Chemnitzer Hauptbahnhof, internationaler Architekturpreis-Gewinner und Tempel des unzuverlässigen Regionalverkehrs, wird zwar oft der Tristesse beschuldigt und kann keine einzige Fernverkehrsanbindung nachweisen, hat dafür aber eine LED-Außenwand, die leuchtet wie sonst nur die Allianz-Arena in München. Normalerweise erhellt sie hoffnungsvoll die Chemnitzer Nacht, bei POCHEN wird sie zu Kunst gemacht.

	Fassade, Hauptbahnhof Chemnitz - 02
	Fassade, Galeria Kaufhof - 01

Glasfassaden, Grünflächen, Betonplätze, videoüberwachte Menschenaufläufe, hartes Pflaster: Es pocht im öffentlichen Raum, das Stadtleben pulsiert - na gut, vielleicht nicht unbedingt immer in Chemnitz, aber POCHEN traut sich trotzdem raus in die urbane Natur. An der Fassade der Galeria Kaufhof zum Beispiel, direkt an der windschneidigen Schneise an der hochmodernen Chemnitzer Zentralhaltestelle.

	Weltecho - 01

Früher hieß das Weltecho VOXXX und trieb sein Unwesen am Kaßberg, also zumindest teilweise. Heute liegt es unten am Fluss und ist auch bekannt als der schönste und hippste Hinterhof in ganz Chemnitz Mitte. Außerdem natürlich als Club, Konzertlocation, Kino, Bar, Galerie und grundstabiler Lärmschutztempel, kurz: als eine der wichtigsten Kulturinstitutionen der Stadt.

	Weltecho - 02
	Weltecho - 03
	dasTietz | Neue Sächsische Galerie - 01

dasTietz kann einiges: Früher war es ein traditionelles Warenhaus, heute ist es das einzige Kulturkaufhaus der Stadt. Mit Popkulturparty-Keller, Volkshochschule, Naturkundemuseum, Stadtbibliothek, Musikschule, Bücherschrank und der Neuen Sächsischen Galerie und so weiter. Im beeindruckenden Foyer mit Café und Vulkanausbruch-Counter steht der berühmte Versteinerter Wald - die zweitgrößte Chemnitz-Attraktion nach dem versteinerten Kopf.

	dasTietz | Neue Sächsische Galerie - 02
	Fritz Theater - 01

In anderen Städten ist Fritz eine Cola, ein beliebter Babyname oder ein Radiosender, in Chemnitz ist Fritz ein kleines, privates Theater. Das Fritz Theater, mitten im Naherholungs- und Wohngebiet Rabenstein, gehörte früher der Wismut AG. Im Rabensteiner Hof nebenan stiegen einst sowjetische Offiziere ab, im heutigen Theater wurden sie mit Kino und Varieté bespaßt. Seit 2005 gibt’s hier große Szenen -- vom Drama bis zur Komödie.

	Fritz Theater - 02
	Lesecafé Odradek - 01

Das Odradek ist ein Lesecafé im Wohn- und Kulturprojekt Kompott. Dort wo sich Limbacher und Leipziger Straße treffen, wo Provinz auf Großstadt trifft, gibt es oft Lesungen und Konzerte zum Nachtisch. Das schnuckelig-schäbige Leselokal ist von oben bis unten tapeziert: Mit alten Büchern. Und mit den Idealen einer gerechteren Welt.

	Lesecafé Odradek - 02
	Galerie Borssenanger - 01

Wo früher postpubertäre Posthof-Abende mit Pfeffi begossen wurden, hängen heute Chemnitzer Kunstwerke und wechselnde Ausstellungen: Die Galerie Borssenanger, über der Post, gegenüber vom Vapiano, war damals das Atomino und ist heute ein mindestens genauso cooler Ort zum Abhängen, Kunst kaufen, Kunst gucken und intellektuellem Weintrinken auf Vernissagen - der schönsten aller Chemnitzer Beschäftigungen.

	Wismut  - 01

Sozialistischer Prunk mit antik anmutenden Säulen, im Emblem die gekreuzten Hämmer: Mitten im beschaulichen Siegmar liegt die ehemalige Zentrale der harten Bergarbeit, das Zentrum der Schacht-Macht, das Hauptquartier der Wismut (heute: Bundesknappschaft), die heute ihren Sitz gegenüber hat, aber jetzt eine GmbH ist und sich der Sanierung der vom Uranerzbergbau geschädigten Regionen in Sachsen und Thüringen verschrieben hat.

	Wismut  - 02
	Wismut  - 03
	transit - 01

In einer Stadt, in der die beste Fernverbindung der Ringbus ist, sieht es mit dem Transitverkehr eher nicht so gut aus. Außer am Südbahnhof: Dort rollen nicht nur die MRB-Bahnen drüber, dort dröhnen auch die Bässe, dort pulsiert die Popkultur - das transit ist Club, Kulturbahnhof und Hipster-Haltestelle in einem.

	transit - 02
	Karl-Schmidt-Rottluff-Gymnasium - 01

POCHEN macht Schule: Und zwar in der Aula des Karl-Schmidt-Rottluff-Gymnasiums am Tor zum Kaßberg und gleich neben dem aaltra. In einer Schule soll man ja bekanntlich etwas lernen (können). Deshalb findet der Vortrag des Kaßberg Gefängnisses auch genau dort statt. In der heutigen Gedenkstätte Kaßberg wurde ein düsteres Kapitel Chemnitzer Geschichte geschrieben — auch im Bezug auf die Wismut.